8. Tag 28.8.2019: 85 km von Vierzehnheiligen bis Dechsendorf vor Erlangen

Früh morgens schon hören wir eine der Schwestern mit der Schubkarre an unserem Fenster vorbei gehen:

Hier steht man früh auf, wir auch, starten aber erst um 9:30 Uhr nachdem wir mit Schwester Antonie gefrühstückt und uns von ihr verabschiedet haben. Sie schliesst uns in ihre Gebete ein, so dass wir mit ihrem Segen weiter fahren werden 🙂

Wir machen noch ein Foto von der barocken Basilika Vierzehnheiligen, die eingerüstet ist weil die Fassade und der Glockenturn saniert werden. Die Basilika wurde von Balthasar Neumann zwischen 1743 und 1772 gebaut. Bei uns in der Nähe von Köln stammt das Treppenhaus des Brühler Schlosses ebenfalls von Balthasar Neumann.

Gegenüber von Vierzehnheiligen, ebenfalls auf einem Hügel befindet, sich das ehemalige Kloster Banz, eher bekannt durch die jährliche Klausurtagung der CSU die dort stattfindet.

Kloster Banz war eine Benediktiner Abtei

Wir sind nun auf unserer 3. Etappe unterwegs. Die erste Etappe ging von Köln bis Mainz, 180 km am Rhein entlang. Die zweite führte Richtung Osten von Mainz bis Vierzehnheiligen und war 352 km lang. Nun geht es in die dritte Etappe Richtung Süden bis Salzburg, geplant sind hier knapp 400 km. Bis Grado sind es von dort nochmal ca 400 km.

Die heutige Strecke war überwiegend sehr schön, aber auch anstrengend. Wir merken dass uns die Anstiege in Kombination mit der Hitze sehr zusetzen

Nach diesem Anstieg war es aber sehr idyllisch. Es ging durch das Leinleitertal in der Fränkischen Schweiz:

Ein naturnaher Badesee mit Kiesufer und Holzsteg in Heiligenstadt

In diesem naturnah angelegten Badesee, der durch den angrenzenden Tölzbach gespeist wird, kühlen wir uns beide ab, und schwimmen eine kleine Runde bevor es weiter geht.

Wir entscheiden uns, den Weg bis Salzburg nun anders zu planen, weil es uns, wie oben erwähnt, zu anstregend ist mit der Hitze und den Anstiegen. Eine Sache alleine wäre machbar, aber beides gemeinsam und dann noch in der prallen Sonnen, schlaucht uns zu sehr. Hinzu kommt ja auch, dass wir bereits mehr Kilometer gemacht haben als angedacht und wir einen Tag in Verzug sind. Und mit diesen Gedanken stehen wir gegen 16 Uhr in Ebermannstadt an einer Garage und überlegen, wie wir möglichst steigungsfrei weiterkommen. Norbert spricht einen Mann an, der gerade mit seinem Mountainbike aus der Garage herauskommt nach dem Weg zum bis zum nächsten Ort Forchheim. Er bietet uns an uns zu begleiten und erfährt währenddessen von unserem Vorhaben vorerst möglichst mit wenigen Steigungen voran zu kommen. Da macht er uns de Vorschlag, doch entlang des Main-Donau Kanals weiter zu fahren. Eine gute Idee! Er begleitet uns die 20 km bis zum Einstieg:

Roland sucht mit uns den besten Weg
Roland hat uns erfolgreich zum Kanal begleitet
Entlang des Main-Donau Kanals

Und so radeln wir entspannt und vor allem sehr flach am Kanal entlang und haben eigentlich vor, bis Erlangen zu kommen, als wir 5 km vorher auf einen Campingplatz im nahegelegenen Dechsendorf stoßen. Hier bauen wir unser Zelt auf und lassen den Tag ausklingen.

Es wird auf jeden Fall so weitergehen, dass wir möglichst flache Strecken wählen werden, auch wenn sie durch größere Städte und Orte führen werden. Diesen Kompromiss müssen wir nun eingehen um unsere Kräfte zu schonen, für die Alpen;-)

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