Karlsruhe – Straßburg

Die wunderbaren Radwege von Karlsruhe bis Frankreich hätten weder ich noch mein Navi gefunden. Das war nur möglich Dank meinen Gastgebern aus Karlsruhe Roswitha und Helmut, die mich bis Frankreich begleitet haben. Dabei mussten wir das Hafentor überqueren: Gepäck und Räder auf der einen Seite hoch und auf der anderen wieder runter. Ohne meine beiden Begleiter hätte ich das gar nicht geschafft.
Im Hintergrund das Hafentor bei Karlsruhe. Bei Hochwasser wird es geschlossen um die Stadt zu schützen.

Im Hintergrund das Hafentor bei Karlsruhe. Bei Hochwasser wird es geschlossen um die Stadt zu schützen.

Nach einer herzlichen Verabschiedung ging für mich die Fahrt auf der französischen Seite weiter, leider ziemlich eintönig, wenn auch super gut asphaltiert. Allerdings gab es nichts zu sehen: links der Damm, so dass der Rhein nicht zu sehen war, rechts Wald, und vor mir nur die Strasse. Während der 40 km langen Strecke mit diesem Panorama kamen mir insgesamt 3 Radfahrer entgegen. Keine Dörfer, Menschen oder eine andere Form von Leben und Zivilisation. Irgendwie hat mich das psychisch mitgenommen, zusammen mit den immer stärker werdenden Schmerzen in der rechten Achillessehne. Ausserdem machte mir auch mein linkes Knie zu schaffen.
Und so habe ich im Örtchen Drusenheim beschlossen, (nachdem ich dort endlich Wasser kaufen konnte um meine mittlerweile leeren Wasserflaschen auffüllen zu können), die letzten 30 km bis nach Straßburg mit dem Zug zu fahren. Hier verbringe ich einen Ruhetag bei meinen Elsässischen Gastgebern Chantal und Philippe. Die Beiden sprechen natürlich französisch, aber auch etwas englisch und deutsch. Und in den drei Sprachen verständigen wir uns erstaunlich gut. Denn irgendeiner kann immer in einer Sprache übersetzen. Echt nett! Und so hat dieser Tag doch noch ein gutes Ende gefunden, inkl. einem Kühlpack für die Sehne.

3 GEDANKEN ZU “Karlsruhe – Straßburg”

  1. Nina sagt:

    Liebe Ana,
    Ich lese gespannt mit, freue mich für dich und hoffe natürlich, dass sich Sehnen und Gräten bald an die Dauerbelastung gewöhnen…halte die Daumen 🙂
    LG
    Nina

  2. Daniel sagt:

    Hey! du gehst das ganze viel zu schnell an, wirklich! die 99km letztens waren zwar sehr beeindruckend aber das bin nicht mal ich regelmäßig gefahren, nachdem ich bereits fast 2 Monate unterwegs war! Bedenke, dass du alleine fährst, das macht viel aus insbesondere was den Windwiderstand und alle anderen Belastungen zB auch die psychische Belastung etc. anbelangt. Ich bin hunderte km nur an wald und wiesen vorbei gefahren…versuch vielleicht ein hörbuch oder podcasts zu hören, das fand ich super!

    Noch viel wichtiger aber deine Bänder und Sehnen…

    Ich hatte ziemlich genau in der Mitte meiner Tour probleme mit der achilles sehne. Das ist nicht zu unterschätzen ich hab leute getroffen die deshalb schon mal aufgeben mussten. Selbiges gilt fürs Knie. Stell den Sattel so weit hoch wie möglich fahr (WIRKLICH) kleine Strampelgänge mach ausreichend Pausen auch wenns langweilig alleine ist und nimm dir ruhig auch mal zwei Tage frei. Sonst ists ganz schnell vorbei : / Viel Glück und ruhig Blut!

    1. Kieselhelros sagt:

      Er hat ja so recht,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.