21. Tag 10.9.2019: 61 km von Udine bis Grado

Eigentlich hätten wir den Tag zuvor in Grado ankommen sollen. Das war die ursprüngliche Planung. Durch den zusätzlichen Tag in Salzburg wegen der Fahrradreparatur, werden wir nun einen Tag später dort sein. Durch das Unwetter vor 2 Tagen konnten wir den Tag auch nicht mehr aufholen.

Von Udine haben wir, ausser beim Durchqueren der Innenstadt, nicht viel gesehen. Das wird dieser Stadt bestimmt nicht gerecht, denn das was wir gesehen haben war sehr ansprechend. Das betrifft auch die vielen anderen Orte, die wir nur umfahren oder durchfahren haben, und uns nicht genauer anschauen konnten. Beim nächsten Mal 😉

Unsere Unterkunft war diesmal ein Agriturismo. Dabei handelt es sich um einen landwirtschaftlichen Betrieb, der auch Gästezimmer anbietet. Dieser lag am Stadtrand von Udine, und wird von einer Familie geführt, die 60 Hektar Landwirtschaft kultiviert.

Die netten Gastgeber

In dieser Unterkunft übernachten auch diese beiden Radfahrer, die wir bereits in Arnoldstein in der dortigen Unterkunft kennen gelernt hatten, und die wir danach mehrmals auf der Strecke gesehen und gesprochen haben. Bei einer dieser Begegnungen erwähnten wir die o.g. Unterkunft, die sie dann auch gewählt haben.

Peter und Hartmut aus Bochum und Heidelberg

Nun erfahren wir, dass die beiden Psychotherapeuten sind. Somit wäre auch der therapeutische Aspekt der Reise gesichert gewesen, doch leider haben wir die Beiden in Grado nicht mehr getroffen ;-). Wir wünschen Peter und Hartmut auf diesem Wege eine gute Weiterreise.

Bei unserer Fahrt Richtung Grado wurden die Berge im Rückspiegel weiterhin immer kleiner.

Und auch heute sehen wir viele nette Ortschaften.

Eine besonders imposante Stadt ist Palmanova. Errichtet wurde sie im 16. Jh. als damals ideale Stadt mit einem dreifachen Festungsring, der einen 9-zackigen Stern bildet

Blick auf eines der noch drei erhaltenen Stadttore
Vor den Stadtoren ein enormer Graben und weitere Bastionen

Von diesem zentralen Platz führen alle Strassen zur Stadtmauer
Auf unserem Garmin kann man die geometrische Strassenführung und den zentralen Platz etwas erkennen

Auch hier konnten wir uns leider nicht länger aufhalten, denn unser Ziel ist es, Grado zu erreichen. Das betrifft auch Aquileia, wo es zahlreiche archäologische Ausgrabungen aus derRömerzeit gibt, u.A. das grösste Mosaik Europas. was wir ebenfalls nicht sehen konnten.

Archäologische Funde aus der Römerzeit in Aquileia, kurz vor Grado

Rückblickend können wir sagen, dass die Beschilderung der Ciclovia in Italien hervorragend war. Man benötigt keinerlei Navigationshilfe um die Wege zu finden

Eines der letzten Schilder auf unserer Reise

Kurz vor Grado treffen wir auf Benoit, einem Belgier der seit 5 Monaten mit seinem Rad durchbEuropa unterwegs ist. In seinem Anhänger hat er unter anderem ein Kajak dabei, und oben drauf Solarpaneele, mit denen er sein E-Bike versorgt. Er weiss noch nicht wann er seine Reise beenden wird, gerade ist er auf dem Weg nach Barcelona. Seine Wohnung in De Haan hat er vermietet, und damit finanziert es seine Reise.

Benoit auf der 5 km langen Dammstrasse, vor der Lagune von Grado

Wir verabschieden uns von Benoit, wünschen ihm eine gute Weiterreise, die man auf www.sunbiker.com verfolgen kann, und kurz darauf sind wir in Grado.

An der Adriaküste angekommen

Wir haben es geschafft! Um 16 Uhr erreichen wir unser Ziel bei strahlend schönem Wetter (wer hätte das noch vor zwei Tagen gedacht). Wir übernachten für 2 Nächte auf einem Campingplatz direkt am Strand gelegen, in einem festen Bungalow.

Nach dem Einchecken haben wir am späten Nachmittag noch in der Adria gebadet. Das werden wir bestimmt noch mal wiederholen, bevor am Donnerstag nachmittag die ersten Vorbereitungen für die Rückreise mit dem Zug beginnen. Aber vorher werden wir uns noch Grado genauer anschauen, bei 0% Regenwahrscheinlichkeit, 12 Sonnenstunden und 26 Grad! 😉

3 GEDANKEN ZU “21. Tag 10.9.2019: 61 km von Udine bis Grado”

  1. Horst Fiedler sagt:

    Hallo Ana und Norbert, herzlichen Glückwunsch für euer glückliches Ankommen in GRADO. Macht euch noch ein paar schöne Stunden bevor ihr wieder die Heimreise antretet.
    Bei euch zu Hause ist alles in Ordnung und wir freuen uns wieder auf euch.
    Bis dahin alles Gute und eine gemütliche Heimkehr in alter Frische
    liebe Grüße Hedwig und Horst

  2. Ralf sagt:

    Toll, Ihr seid die Größten!
    Wegen meines persönlichen Malheurs, konnte ich Euren Blog die letzten Tage leider (noch) nicht so gut verfolgen.
    Von außen betrachtet habt Ihr aber wieder eine wundervolle Tour erlebt. Und das Wetter hat auch weitestgehend mitgespielt.
    Bis ganz bald 🙂

  3. Silvia Roll sagt:

    Hallo Ana,
    toll, jetzt seid ihr in Grado. Denke, diese Strecke -via Julia- ist wirklich sehr schön. Bei uns geht es nächste Woche los über die via Julia von Günzburg bis Salzburg. Euch eine schöne Zeit in Grado und gute Heimreise.
    Mit sportlichen Grüßen
    Silvia

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