16. und 17. Tag: Zurück von Finisterre nach Logroño

In Finisterre haben wir aufgrund des tollen Wetters entschieden einen Tag am Strand zu verbringen. An diesem Teil der spanischen Atlantikküste, dem Ende der Welt, soll Gott, nach getaner Arbeit sich aufgestützt und seinen Handabdruck hinterlassen haben. Deshalb ist die Küste hier auch sehr „ausgefranst“, zu erkennen, wenn man es sich auf einer Landkarte anschaut.

Der Strand von Finisterre ist unverbaut, man gelangt nur zu Fuß hin, durch Wald und Dünen. Keine fliegenden Händler, Motorengeräusche, tobende und laute Menschen. Ruhe und das Meeresrauschen ist das einzige, was wir hören. Das ist auch so, weil es hier verboten ist zu schwimmen, wegen der gefährlichen Strömung und der Gezeiten.

Nach diesem erholsamen und sonnigen Tag geht es am nächsten Morgen um 8 Uhr mit dem Bus wieder zurück nach Santiago de Compostela. Der Busfahrer nimmt unsere Räder problemlos ohne sie demontieren oder verpacken zu müssen mit. Nach 2,5 Stunden Fahrt sind wir am HBF von Santiago, wo wir ein Mietauto reserviert haben um die 650 km zu unserem Auto, das in Elvillar, 15 km von Logroño steht zu gelangen.

In diesem Golf passen tatsächlich unser Gepäck und unsere beiden Räder rein, wenn man vorher die Vorderräder demontiert hat. Auf der Rückfahrt durchqueren wir die Landschaften und sehen einige der Orte durch die wir geradelt sind, allerdings im Schnelldurchlauf von 8 Stunden, obwohl wir für die gleiche Strecke 13 Tage gebraucht haben. Und keinen dieser Tage wollen wir davon vermissen.
Unser Auto steht,stark verschmutzt aber unversehrt, in Elvillar. Den Golf geben wir in Logroño ab und am nächsten Tag, Donnerstag den 12.10. starten wir zurück Richtung Heimat. Wir kommen nicht weit, denn nach 20 km halten wir an Laguardia an, der Ort wo wir am ersten Tag unserer Tour eine Reifenpanne hatten, weil der Schlauch meines Vorderreifens geplatzt war. Jetzt haben wir die Zeit und Muße uns das Örtchen anzuschauen und sind begeistert!

Der mittelalterliche Ort mit seinen Gassen, Kirchen, den Ausblicken und den Weinkellereien hat uns in den Bann genommen.

Wir machen eine Führung in einer noch familiär geführten Weinkellerei inkl. einer Verkostung. Der gesamte Ort Laguardia liegt auf einem Hügel umgeben von einer Befestigungsanlage und besteht unterirdisch aus Kellergewölben die im 15 Jh. aus Verteidigungsgründen errichtet wurden und teilweise noch miteinander verbunden sind. Im Belagerungsfall könnte man aus der Stadt unterirdisch flüchten. Später nutze man die Gewölbe als Weinkellereien, wo bis vor wenigen Jahren der Wein auch hergestellt wurde. Mittlerweile dienen sie nur noch zur Weinlagerung, produziert wird außerhalb des Ortes.

Eine solche Weinkellerei ist Ysios, die sich vom spanischen Architekten Santiago Calatrava dieses Gebäude hat errichten lassen, mitten in den Weinbergen vor Laguardia

So kommt es, dass wir erst gegen 17 Uhr Richtung französische Grenze unterwegs sind, satt und eingedeckt mit etlichen Weinflaschen, produziert hier in der Rioja. Nach 2 Übernachtungen in Frankreich kommen wir am Samstag, den 14.10.2017 erholt und mit wunderbaren Eindrücken wieder in Köln an.

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