12. Tag 1.9.2019: 98,75 km Langenbach bis Antwort bei Bad Endorf

Um 9:20 Uhr sind wir startklar und verlassen Langenbach

Unser Gasthof mit Pension und Biergarten in Langenbach

Durch Langenbach fliesst der gleichnamige Bach hindurch. Der Ort selber Langenbach liegt nochmals zwischen den Flüssen Amper und der Isar, letztere überqueren wir hier:

Die Isar

Es gibt so viele Flüsse und Bäche die wir heute (und auch die anderen Tage) überqueren, sehen oder entlang fahren, dass wir den Überblick verlieren: neben den oben genannten sind es Sempt, Isar-Kanal, Schwillach, Strogen…. und noch viele mehr, die wir nicht alle fotografieren, da sie alle ähnlich idyllisch sind und uns zum Füße-und-Arme-Abkühlen animieren. Heute war es wieder sehr warm!

In Langenbach hat man ein ständiges Grollen vernommen, nicht wetterbedingt sondern von dem Flugzeugbetrieb des Münchener Flughafens.

Wir nähern uns der Einflugschneise

Und kurz darauf fahren wir auch schon unter der Einflugschneise durch und man kann die Fluggessellschaften erkennen:

Links in diese kleine Kapelle gehen wir hinein
Spiegelung: Norbert trägt in das Gästebuch der Kapelle etwas ein

Durch das Erdinger Land und der entsprechenden Weissbier Stadt fahren wir heute auch durch:

Mutierte Schafe… oder doch Lamas?
Leckere Pause mit Herzstück:-)
Den Alpen und einem Unwetter entgegen
5 km vor Bad Endorf fahren wir ein Stück auf den Via Julia Radweg

Eine Bilanz: Wir sind ja jetzt seit einer Woche in Bayern unterwegs, sind durch wunderschöne Landschaften und sehr nette, schmucke Ortschaften gefahren. Aber was die Fahrweise der Autofahrer angeht, die ist überwiegend ziemlich BScheuer…. Wer hier jetzt einen Zusammenhang sehen möchte mit Andi, unserem Bayerischen Verkehrsminister, dem sei dies freigestellt ;-). Wer weiß, evt. hat sich seine Einstellung auf die hiesige autofahrende Bevölkerung übertragen. Das wäre eine mögliche Erklärung.

Unten drei Bilder von offiziell ausgeschilderten Radwegen, ohne Schutzstreifen und die auch vom motorisertem Verkehr genutzt werden, mit der entsprechenden Beschilderung. Alle Nutzer wissen also Bescheid:

In beide Richtungen für alle nutzbar

Und auf solchen schönen Strecken, teilweise durch Landschaftsschutzgebiete, werden wir mit 80km/h und mehr überholt, egal ob auf einer Steigung, vor einer Kurve, oder Beidem. Auch bei Gegenverkehr, nach dem Motto irgendeiner wird schon bremsen. Auch heute, an einem Sonntag, wo man meinen sollte es geht alles etwas ruhiger zu. Und auch der obligatorische Überholabstand von mind. 1,5 m wird als für nicht notwendig erachtet.

Wir sind auf unseren vorherigen Touren einen Großteil durch Frankreich und Spanien gefahren, und etwas in Österreich und Norditalien unterwegs gewesen (das Radland Niederlande lassen wir mal hier als Vergleich aussen vor). Aber die Bilanz für Bayern was umsichtiges Fahren angeht ist äussert negativ. Schade!

Ein anderes, lustigeres Thema, was auch mit diesem Bundesland zu tun hat ist die Begrüssung. Grüssen wir Fußgänger oder entgegenkommende Radfahrer mit einem „Hallo“ bekommen wir ein “Servus“ zurück. Wir passen uns den örtlichen Gepflogenheiten an und grüßen mit „Servus“, dann kommt ein „Hallo“ zurück. Wir sind irritiert, überlegen und einigen uns auf ein „Hállvus“, damit machen wir es nun allen recht, und da wir schnell vorbeifahren können wir die verdutzen Gesichter nur erahnen 🙂

Als uns jedoch jemand mit „Morgen“ grüsst bevor wir unser „Hállvus“ loswerden können, sind wir erneut aus der Bahn geworfen, finden aber auch hier schnell eine Lösung. Mit der richtigen Betonung, einem bayerischen Singsang in tiefer Tonlage und das Gefühl einer heißen Kartoffel im Mund, einigen wir uns auf:

„Moh-állvus“

Auf solche „kreative“ Gedanken kommt wohl nur, wenn man 950 km mit dem Rad unterwegs ist. Wir beschließen bei Norberts Cousine und ihrer netten Familie einen Tag zu pausieren. Sie haben es uns angeboten, unsere Beine werden es uns danken… und unsere Hirnwindungen sehr wahrscheinlich auch 😉

Übrigens sind wir gegen 19 Uhr trocken angekommen. Als wir unter der Dusche stehen kommt das Unwetter runter……

🙂

3 GEDANKEN ZU “12. Tag 1.9.2019: 98,75 km Langenbach bis Antwort bei Bad Endorf”

  1. Nicole sagt:

    Liebe Ana, lieber Norbert,

    wünsche Euch eine erholsame Zeit am Chiemsee!
    Eine Pause kann sicherlich nicht schaden!
    Auf unserer Tour vom Bodensee zum Königssee habe wir auch einen Tag Rast am Chiemsee eingelegt und es sehr genossen.
    Bis Salzburg habt Ihr es ja nicht mehr weit.
    Den Radweg um den Chiemsee herum kann ich nur empfehlen. In meiner Erinnerung gab es dort zum großen Teil keinen motorisierte Verkehr.
    Bis Salzburg habt Ihr es ja nicht mehr weit, vielleicht folgt Ihr ja zwischen Chiemsee und Salzburg auch ein Stück dem Bodensee-Königssee-Radweg.
    Dann denkt an uns und genießt es weiterhin so frei unterwegs zu sein.

    Liebe Grüße
    Nicole

  2. Sigrid Fischer sagt:

    Hallo ihr beiden,

    eure Beschreibungen und Fotos sind so lebendig, dass wir uns in die Gegend, direkt wieder reinversetzen können. Wir waren schon oft dort und können uns auch gut an den Chiemsee und die Radtour um den Chiemsee erinnern – zumindest vor einigen Jahren noch sehr erholsam und autofrei – wenn man das Stück parallel zur Autobahn vergisst .

    „Bayern ist Autoland“ – hat schließlich ein Minister mal gesagt; da können Radfahrer schon mal,hinderlich sein…..

    Weiterhin gute Fahrt ins wunderschöne Salzburg

    Liebe Grüße
    Sigrid

  3. Olivia sagt:

    Zumindest E-Scooter kommen euch nicht entgegen oder? 😀

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