11.Tag: 44 km von Sarria bis Os Valos

Um 10 Uhr sind wir nach einer Übernachtung in einer Pilgerherberge aus Sarria gestartet. Der Himmel bewölkt, aber es war warm und trocken.

Wir haben uns heute bewusst für das Befahren des regulären Pilgerwegs entschieden statt der asphaltierten Alternative. Teilweise war der Weg für uns nicht befahrbar und schieben war angesagt, aber dennoch haben sich die 23 km gelohnt.

Wären wir auf der wesentlich bequemeren Straße gefahren, hätten wir vieles verpasst. Tolle Landschaft, kleine verschlafene Dörfer bzw. Hausansiedlungen, Felder, Wälder, Bäche….

Und wir hätten diesen galizischen Musiker nicht getroffen und gehört, der mit der Gaita, einer Sackpfeife ähnlich dem Dudelsack, am Pilgerweg musizierte.

Interessant ist auch die Geschichte von dem römischen Ort Puertomarin, am Fluß Miño gelegen. Ende der 1950er Jahre wurde ein Stausee gebaut und der Ort verschwand im Wasser. Bei Niedrigwasser sind noch die Reste der historischen Bebbauung zu sehen. Die romanische Kirche und ein Bogen der römischen Brücke aus dem 2. Jh. n.C. würden im neu entstandenen und erhöht errichten Ort wieder aufgebaut.

Unter der neuen Brücke der 1950er Jahr ist bei Niedrigwasser die alte Brücke sichtbar.

Nach Puertomarin ging es idyllisch weiter, ach ja ab 11:30 Uhr war die Wolkendecke aufgebrochen und wir radelten unter dem gewohnt strahlendblauem Himmel weiter. Leider auch mit immer weiter steigenden Temperaturen bis 30 Grad!

Eine Unterkunft zu finden war auf dieser Strecke sehr schwierig. Warum? Weil wir knapp 100 km vor Santiago sind und der Fußpilger muss mind. 100 km zu Fuß zurück gelegt haben, ( beim Radpilger müssen es mind 200 km sein) um die begehrte Compostela zu erhalten. In diesem Streckenabschnitt befinden sich also viele Pilger, die ab hier starten und mit denen zusammentreffen, die schon länger unterwegs sind.

Wir sind in dem kleinen Ort  Os Valos fündig geworden, in einem ehemaligen Gehöft, das zu einer schönen Unterkunft umgebaut wurde. Vielen Pilgern ist eine Übernachtung für 60 € zu teuer, und somit waren noch genügend Zimmer frei  🙂

 

 

 

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